Liebe Kieler Kleingartenvereine!

 

Der Kieler Grüngürtel wird dieses Jahr 100 Jahre alt. Eigentlich müsste es heißen: Die Reste des Kieler Grüngürtels haben Geburtstag. Das Grünflächenamt plant im Juni dazu eine Gedenkveranstaltung. Was genau da geplant ist, wissen wir nicht. In den Wochen danach soll ein vielfältiges Programm zum Gedenken stattfinden. Dazu wurden die Umweltverbände ein-geladen, Beiträge zu leisten. Die Einladung erfolgte Anfang Januar mit. Die Kleingarten-vereine waren "vergessen" worden. Ihre Einladung erfolgte erst Anfang Februar...

 

Wir haben die Befürchtung, dass die Planungen der Stadt die Bedeutung des Kleingarten-wesens für den Grüngürtel nicht entsprechend und ausreichend würdigen werden. Doch der Grüngürtel besteht in erheblichem Ausmaß aus Kleingärten und das soll so bleiben! Dafür müssen Kleingärtner und Kleingärtnerinnen Präsenz zeigen!

 

Deswegen haben sich Umweltverbände an den KGV1897 gewandt, um einen sicheren Partner für eine eigene Veranstaltung zu haben. Unsere Veranstaltung wird so im Programm der Stadt angekündigt werden:

 

“100 Jahre Kieler Grüngürtel - für eine bunte und v.a. grüne Zukunft”

 

am Sa, 24.09.22 von 11-16 Uhr auf dem Asmus-Bremer-Platz

 

Kein Grüngürtel ohne Kleingärten, das war 1922 eine Selbstverständlichkeit, boten doch die Kleingärten die Möglichkeit der Selbstversorgung und Entspannung. 100 Jahre später gilt das unverändert. Verschiedene Vereine stellen sich vor mit ihren unterschiedlichen Koppeln, die Apfelbörse bietet die Möglichkeit, alte Apfelsorten kennenzulernen, eigene Äpfel können bestimmt werden und Apfelsaftpressen sollte endlich auch wieder Teil des Programms sein. Kuchen und weitere Köstlichkeiten aus den Kieler Gärten im Grüngürtel stehen bereit gegen Spende.

 

Doch der KGV 1897 ist natürlich nicht die Vertretung des Kieler Kleingartenwesens, sowohl inhaltlich aber v.a. auch räumlich gesehen. Wir wünschen uns daher die Teilnahme von Kleingartenvereinen aus ganz Kiel, vom Ostufer, aus dem Kieler Süden, aus dem Kieler Westen und natürlich auch von nördlich des Kanals.

 

Wie soll das aussehen?

 

Der ganze Asmus-Bremer-Platz ist an dem Tag für uns alle reserviert. Wir stellen uns vor, dass jeder teilnehmende Verein zumindest einen Tisch von mindestens 1X2m Größe (kann auch größer sein) betreut, an den Infos zu den eigenen Koppeln dargeboten werden. Gerne auch Erträge aus den Gärten, vielleicht hat der eine Lust, eine Tomatenvielfalt, der nächsten Gurken usw. auszulegen. Auch könnte Obst und Gemüse zum Probieren oder Mitnehmen, ggfs. gegen Spende angeboten werden. Ebenso Kuchen, Marmelade etc... Vielleicht habt Ihr Fotos von früher und heute? Die könnten auf einer Infotafel Auskunft über das große Ganze der Koppeln vor Jahrzehnten und die verbleibenden Reste heute geben... Der Fokus soll aber auf der Freude an den Kleingärten liegen, dem Wert von gesunden Lebensmitteln in Zeiten von Preissteigerung, dem Miteinander auf dem Koppeln.

 

Das Ganze ist für uns kostenfrei, solange wir nichts verkaufen. Und damit wir keine Toiletten bereitstellen müssen, wird es auch keine Bewirtschaftung geben mit Bierzeltgarnituren etc. Natürlich haben wir aber für uns selbst Kuchen und Apfelsaft etc...

 

Wir hoffen, dass Ihr die Möglichkeit habt, Eure Teilnahme auf den JHV zu besprechen und uns dann Rückmeldung zu geben. Je mehr wir sind, je voller der Asmus-Bremer-Platz wird, umso besser kommt die Botschaft rüber: Kleingärten sind fester Bestandteil des Grüngürtels und das muss auch so bleiben!

 

Viele Grüße

 

Ulrike Hunold, BUND-Kreisgruppe für die Organisation

der Jubiläumsveranstaltung am 24.09.22